Vers
VEDA
jñānena tu tad ajñānam yeṣāṃ nāśitam ātmanaḥ | teṣām ādityavaj jñānaṃ prakāśayati tat param
„Wie die Sonne Dunkelheit vertreibt und alles erleuchtet, so zerstört göttliches Wissen Unwissenheit und enthüllt die transzendentale Absolute Wahrheit.“ — Bhagavad-Gītā 5.16

Die vedischen Schriften

sarvasya cāhaṃ hṛdi sanniviṣṭo mataḥ smṛtir jñānam apohanaṃ ca | vedaiś ca sarvair aham eva vedyo vedānta kṛd veda-vid eva cāham
„Ich weile im Herzen eines jeden, und von mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel aller Veden ist es, Mich zu erkennen. Wahrlich, ich bin der Verfasser des Vedānta, und ich bin der Kenner der Veden.“
— Bhagavad-gītā 15.15

Folgende bedeutende vedische Schriften sollen hier in Kürze vorgestellt werden:

Bhagavad-Gītā

Abbildung rechts: Bhagavad-Gita, übersetzt und kommentiert von Bhaktivedanta Narayana Gosvami.
Die Bhagavad-Gītā – auch Gītopaniṣad (Gita-Upanisad) genannt – besteht aus den Kapiteln 25–42 der Sektion Bhīṣma-Parva im Mahābhārata. Sie ist ein Gespräch zwischen Kṛṣṇa, dem Höchsten Herrn und Arjuna, Seinem Freund und Geweihten. In diesem Gespräch unterweist uns der Herr im spirituellen Wissen. Das Gespräch fand vor ca. 5000 Jahren auf dem Schlachtfeld von Kurukṣetra statt, kurz bevor die große Schlacht begann. Auf die näheren Zusammenhänge brauchen wir hier nicht einzugehen; sie werden im Mahābhārata erzählt.

Abbildung links: Bhagavad-Gita, übersetzt und kommentiert von A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada.
Bhagavad-Gītā („der Gesang des Erhabenen“) enthält die Essenz des vedischen Wissens. In 700 Versen unterteilt in 18 Kapitel erfahren wir alles, was wir wissen müssen, um den Ozean des Leids, die materielle Welt, zu überqueren und in das transzendentale Königreich zu gelangen.

Es gibt viele Übersetzungen der Bhagavad-Gītā in verschiedenen Sprachen. Die wenigstens davon sind echt. Damit meine ich, sie sind nicht von autorisierten Lehrern des vedischen Wissens und nicht dem ursprünglichen Sinn gemäß übersetzt worden und deshalb nutzlos oder weniger nützlich für die spirituelle Entwicklung.

Übersetzungen der Bhagavad-Gita und anderer vedischer Schriften, die das spirituelle Wissen enthalten, sind authentisch, wenn sich der Übersetzer in der Schülernachfolge spiritueller Lehrer (Guru-parampara) befindet, die vom Höchsten Herrn Krishna ausgeht. Sri Krishna unterwies als erstes Lebewesen Brahma im vedischen Wissen. Brahma unterwies Narada, Narada unterwies Vyasa usw. Es besteht eine ununterbrochene Kette von Meistern des vedischen Wissen bis in die heutige Zeit.

Um auf diesen Umstand hinzuweisen, gab der Sanskritgelehrte und große Lehrer spirituellen Wissens, Śrīla A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, seiner Übersetzung der Bhagavad-gītā den Titel „Bhagavad-gītā wie sie ist“. Diese Übersetzung enthält auch die ursprünglichen Sanskritverse, eine Wort-für-Wort Übersetzung der Verse und Erläuterungen zu den Versen.