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Die vedischen Schriften

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„Ich weile im Herzen eines jeden, und von mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel aller Veden ist es, Mich zu erkennen. Wahrlich, ich bin der Verfasser des Vedānta, und ich bin der Kenner der Veden.” (Bhagavad-gītā 15.15)
[Mit diesen Worten unterweist uns der Höchste Herr, Śrī Kṛṣṇa, in der Bhagavad-Gītā.]

Folgende bedeutende vedische Schriften sollen hier in Kürze vorgestellt werden:

Rāmāyana

Das Rāmāyana, dessen Verfasser als Valmiki bekannt ist, ist ein poetisches Werk, das in 24.000 Versen die transzendentalen Spiele und Eigenschaften Śrī Ramacandras, einer Inkarnation des Höchsten Herrn, als König von Ayodhya beschreibt. Der höchste Herr erschien vor langer Zeit in dieser Form auf der Erde, um Dämonen zu vernichten, die Frommen zu beschützen und um durch sein eigenes Beispiel zu zeigen, wie Könige die Welt regieren sollten.

Einige Zeit nach seiner Vermählung mit Sitadevi, der Glücksgöttin, wurde Śrī Rama durch ein Versprechen, das sein Vater, König Dasaratha, einer seiner Gemahlinnen einst gegeben hatte, für dreizehn Jahre in den Wald verbannt. Diese Gemahlin des Königs wollte nicht, daß Rama der Thronfolger seines Vaters wird und deshalb mußte Ramacandra, begleitet von Sitadevi und Laksmana, einem seiner drei Brüder, im Wald leben. Dort wurde Sitadevi vom zehnköpfigen Dämon Ravana geraubt. Ravanas Reich war Śrī Lanka. Das Rāmāyana erzählt wie Rama zusammen mit Laksmana, Hanuman und einem Heer von affenartigen Wesen gegen Ravana in den Krieg zog, den Dämon und sein Heer vernichtete und Sita befreite, wie sie nach Ayodhya zurückkehrten, wie Rama Thronfolger wurde und sein Reich regierte, usw.

Es ist äußerst glückverheißend über die transzendentalen Spiele und anziehenden Eigenschaften des Höchsten Herrn zu hören. Solches Hören ebnet den Pfad zur Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod.

Das Rāmāyana ist in Indien vielfach verfilmt worden; es wird in Theaterstücken aufgeführt und existiert als Hörspiel (in englisch). Daß diese uralte wahre Geschichte bis heute nichts von ihrem Zauber verloren hat, liegt an der spirituellen Kraft, die den Erzählungen über die Inkarnationen des Herrn innewohnt.